Wieso ein NFP 40+?
Nach einem zeitweiligen Rückgang des Aktivitätsniveau rechtsextremistischer und fremdenfeindlicher Gruppierungen, ist die Anzahl der Straf- und Gewalttaten mit entsprechendem Hintergrund in der Schweiz seit Ende der 90er Jahre wieder angestiegen. Wie die Zahlen der Bundespolizei belegen, hat die Anzahl der rechtsextremen Übergriffe im Jahr 2000 wieder das Niveau der frühen neunziger Jahre erreicht.
Vor diesem Hintergrund hat die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) eine Arbeitsgruppe Rechtsextremismus eingesetzt, die in ihrem Bericht vom September 2000 dem Bundesrat vorschlug, die Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet zu intensivieren. Der Bundesrat beschloss am 15. Juni 2001 das NFP 40 „Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität“, um einen Betrag von 4 Mio. Franken aufzustocken und das Zusatzmodul NFP 40+ „Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen“ mit einer Laufzeit von drei Jahren zu realisieren. Betont wurde im Beschluss insbesondere die Notwendigkeit, Anhaltspunkte für Massnahmen zu ermitteln, mit welchen der Rechtsextremismus wirkungsvoll bekämpft werden kann.

